Eine Amphibienleiteinrichtung ist eine dauerhaft eingebaute Leitwand aus Stahl oder Beton, die entlang von Straßen verhindert, dass Amphibien und Reptilien auf die Fahrbahn gelangen. Ein Überkletter- und Untergrabschutz hält die Tiere zurück, eine Laufstraße am Fuß der Sperreinrichtung führt sie zu Kleintiertunneln unter der Straße. Anders als ein mobiler Zaun wirkt die Anlage ganzjährig und muss nicht jedes Jahr neu aufgebaut werden. Pflege und Wartung der Anlage ist geringer Aufwand.
Ob Stahl oder Beton besser passt, hängt vor allem vom Gelände ab. Stahl-Leiteinrichtungen lassen sich fugenfrei an jede Topografie anpassen und eignen sich für Dämme, Geländewechsel und die Kombination mit Wildschutzzäunen. Beton-Leitwände sind formstabil, standsicher sowie frost- und tausalzbeständig und eignen sich für Böschungen, Dämme und den Bankettbereich. Beide Werkstoffe erfüllen in der Standardvariante die Vorgaben der M AQ 2022. Die Unterhaltspflege ist für beide Varianten gering.
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