Maibach

Schneefangzaun: Schneeverwehungen verhindern, bevor sie entstehen

Wenn im Winter der Wind über offene Flächen streicht, ist nicht der Schneefall das eigentliche Problem, sondern der Schnee, der bereits liegt. Er wird aufgenommen, verfrachtet und genau dort wieder abgelagert, wo der Wind abbremst, oft mitten auf der Fahrbahn. Ein Schneefangzaun setzt vor diesem Punkt an: Er bremst den Wind gezielt an einer unkritischen Stelle ab, sodass sich der Schnee dort ablagert und nicht auf der Straße. Wie das funktioniert, wo Schneezäune sinnvoll sind und worauf es bei Planung und Aufstellung ankommt, haben wir für Sie zusammengestellt.

Anwendungsmöglichkeiten

Warum künstliche Hindernisse wirken

Als ein wirkungsvolles Mittel, um Schneeverwehungen zu reduzieren, haben sich künstliche Hindernisse erwiesen. In der Praxis bedient man sich dazu der Schneefangzäune. Seit vielen Jahrzehnten werden MAIBACH-Schneefangzäune als effektive, vorbeugende Hilfe eingesetzt, und auch in Zeiten moderner Schneefräsen und Schneeschleudern sind sie in der Praxis unersetzlich.

Der Grund liegt im Unterschied zwischen Räumen und Verhindern. Eine Schneefräse beseitigt Schnee, der bereits auf der Straße liegt, und muss das nach jedem Ereignis erneut tun. Ein Schneefangzaun sorgt dafür, dass der Schnee gar nicht erst dorthin gelangt. Er arbeitet vorbeugend, ohne Personal, ohne Kraftstoff und rund um die Uhr.

Das Prinzip: Wie funktioniert ein SZ?

Ein Schneezaun stoppt den Schnee nicht, er lenkt ihn. Der Wind wird am Zaun abgebremst und verwirbelt, und genau dort verliert er die Kraft, den Schnee weiterzutragen. Die Folge ist eine Schneeablagerung hinter dem Zaun statt auf der Fahrbahn.

Daraus entsteht der gewollte Effekt: Der Schnee lagert sich kontrolliert im Bereich des Zauns ab, statt auf der Fahrbahn. Genau deshalb ist ein Schneefangzaun auch kein dichter Sichtschutz. Eine geschlossene Wand würde den Wind über sich hinwegleiten lassen und die Ablagerung an unerwünschter Stelle erzeugen. Der Zaun braucht seine Durchlässigkeit, um zu funktionieren.

Wo Schneefangzäune eingesetzt werden

Sinnvoll sind Schneefangzäune überall dort, wo Wind über offene Flächen auf einen Verkehrsweg trifft. Typisch sind Straßen und Autobahnen in offener Feldlage, Passstraßen und exponierte Höhenlagen, Zufahrten und Betriebsgelände sowie Bahnstrecken und Flughafenbereiche.Der gemeinsame Nenner ist immer dieselbe Konstellation: eine große, unverbaute Fläche in Hauptwindrichtung, auf der sich Schnee sammeln und aufnehmen lässt, und dahinter ein Verkehrsweg, der frei bleiben soll. Wo Bewuchs, Bebauung oder Geländeform den Wind ohnehin bremsen, ist der Bedarf entsprechend geringer.

Was bei der Planung zählt

Die Wirkung eines Schneezauns hängt von zwei Dingen ab: vom Zaun selbst und von seiner Position. Beides muss stimmen.

Beim Zaun entscheidet die Konstruktion. Es lässt sich nicht jeder beliebige Zaun verwenden, denn ein Schneefangzaun arbeitet mit einer speziellen Netzkonstruktion und einer bewusst gewählten Maschenweite. Sie sorgt dafür, dass der Wind durch den Zaun hindurchströmt und dabei abgebremst wird, statt an ihm aufzustauen. Ein zu dichtes Element würde wie eine Mauer wirken und den Schnee unmittelbar dahinter ablagern, statt ihn über eine längere Strecke zu verteilen. Ebenso wichtig ist das Material, weil der Zaun über Jahre Wind, Frost und Schneelast standhalten muss.

Bei der Position ist die Hauptwindrichtung während der Schneefallperiode entscheidend, denn sie bestimmt, auf welcher Seite der Straße der Zaun stehen muss.

Ebenso wichtig ist der Abstand zur Fahrbahn. Steht der Zaun zu nah, lagert sich der Schnee bis auf die Straße ab und verschärft das Problem, statt es zu lösen. Steht er zu weit weg, verliert er an Wirkung. Hinzu kommen die Geländeform, die den Wind lenkt, sowie die Länge des Zauns, denn an den Enden strömt Wind seitlich vorbei und erzeugt dort wieder Verwehungen.

Diese Auslegung gehört in eine fachliche Planung. Die konkreten Angaben zu Ausführung und Aufstellung entnehmen Sie dem Prospekt zum Schneefangzaun sowie unserer Beratung.

Auf- und Abbau

Schneefangzäune stehen naturgemäß in exponierten Lagen und müssen Wind, Schneelast und Frost standhalten. Entscheidend sind deshalb die Verankerung im Untergrund und eine Ausführung, die den Belastungen über die gesamte Saison gewachsen ist.

Verankerung mit Spezialsockel

Für den Einbau im Bereich befestigter Flächen steht eine klappbare Ausführung mit Spezialsockel zur Verfügung. Der Sockel bleibt dauerhaft im Untergrund, der Zaun selbst lässt sich herausnehmen beziehungsweise umklappen. Das vereinfacht den saisonalen Abbau erheblich, weil die Verankerung nicht jedes Jahr neu gesetzt werden muss.

Verankerung im Boden

Auf gewachsenem Boden erfolgt die Verankerung über T-Heringe, die mit Rütteltechnik eingebracht werden. Diese Methode hält auch bei wechselnden Bodenverhältnissen und kommt ohne Fundament aus.

Material und Bespannung

Die Pfosten sind aus blitzverzinktem Stahl gefertigt und damit gegen Korrosion geschützt. Die Netzbespannung ist UV-stabil ausgeführt, sodass sie unter Sonneneinstrahlung nicht versprödet, und auf die auftretenden Windlasten ausgelegt.

Auf- und Abbau über die Saison

Planen Sie den Aufwand für Auf- und Abbau mit ein, wenn der Zaun saisonal aufgestellt wird, sowie die Lagerung im Sommer. Prüfen Sie die Zäune vor jeder Saison auf Beschädigungen, denn ein verbogener oder lückenhafter Zaun verliert seine Wirkung genau an der Stelle, an der er sie haben soll.

Zusammenspiel mit anderen Winterprodukten

Ein Schneefangzaun verhindert Verwehungen, ersetzt aber nicht die übrige Winterausstattung einer Strecke. In schneereichen Regionen ergänzen sich mehrere Bausteine.

Schneestangen mit Kappe markieren den Straßenverlauf, wenn Schnee liegt und die Fahrbahnmarkierung nicht mehr zu erkennen ist. Leitpfosten übernehmen die optische Führung während der übrigen Zeit.

An Brücken kommt das Brückenschutznetz hinzu, das am Brückengeländer angebracht wird und dort dieselbe Aufgabe übernimmt wie der Schneefangzaun auf freier Strecke.

Und für den Streudienst halten Streugutbehälter das Material vor Ort bereit, deren Füllstand sich mit einem Füllstandssensor aus der Ferne überwachen lässt. Einen Überblick über das gesamte Programm gibt unser Bereich Verkehrssicherheit.

Was Schneefangzäune wirtschaftlich macht

Der wirtschaftliche Vorteil liegt in der Verlagerung des Aufwands. Räumen ist eine wiederkehrende Leistung, die bei jedem Ereignis erneut anfällt und Personal, Fahrzeuge und Kraftstoff bindet. Ein Zaun ist eine einmalige Investition, die über viele Winter wirkt.

Dazu kommt der Sicherheitsaspekt, der sich schlechter beziffern lässt, aber schwerer wiegt: Verwehungen entstehen oft schlagartig, führen zu Sichtbehinderungen und zu plötzlichen Schneeauflagen auf sonst freier Fahrbahn. Wer sie von vornherein verhindert, verhindert damit auch die Situationen, in denen sie gefährlich werden.

Schneefangzäune von Maibach

Sie planen die Winterausstattung einer Strecke oder haben wiederkehrende Probleme mit Verwehungen an einer bestimmten Stelle? MAIBACH-Schneefangzäune werden seit vielen Jahrzehnten als vorbeugende Hilfe eingesetzt. Alle Details zu den Ausführungen finden Sie im Prospekt auf dieser Seite, einen Überblick über unser gesamtes Programm gibt der Produktkatalog. Gern beraten wir Sie zur passenden Lösung für Ihre Strecke. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, wir melden uns bei Ihnen.

Häufige Fragen zu Schneefangzäunen

Wie funktioniert ein Schneefangzaun?

Er bremst den Wind, statt den Schnee mechanisch aufzuhalten. Langsamer Wind kann weniger Schnee tragen, deshalb fällt der Schnee am Zaun zu Boden und nicht mehr auf der Fahrbahn.

Weil eine dichte Wand den Wind über sich hinwegleiten würde und die Ablagerung an unerwünschter Stelle entstünde. Der Zaun braucht seine Durchlässigkeit, damit der Wind abgebremst statt umgelenkt wird.

Auf der Seite, aus der der Wind während der Schneefallperiode kommt. Die Hauptwindrichtung ist damit der wichtigste Planungsfaktor überhaupt.

Das hängt von Zaunausführung, Gelände und Windverhältnissen ab. Zu nah aufgestellt lagert sich der Schnee bis auf die Straße ab, zu weit entfernt verliert der Zaun an Wirkung. Die Auslegung gehört in eine fachliche Planung.

Nein. Er reduziert Verwehungen vorbeugend und senkt damit den Räumaufwand, ersetzt aber weder Räum- noch Streudienst. Auch in Zeiten moderner Schneefräsen und Schneeschleudern sind Schneezäune eine Ergänzung, keine Alternative.

Das hängt von Standort und Ausführung ab. Wird saisonal auf- und abgebaut, sollten Sie Aufwand und Lagerung einplanen und die Zäune vor jeder Saison auf Beschädigungen prüfen.